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Luxemburg treibt die Modernisierung seines Finanzplatzes weiter voran

08.06.2026

Luxemburg überholt Brüssel bei der Modernisierung seines Verbriefungsrahmenwerks am heimischen Finanzplatz. Ein moderner Finanzplatz sollte grundsätzlich sich verändernden Rahmenbedingungen Rechnung tragen. In einem Umfeld mit zunehmend restriktiver Bankenregulierung und höheren Kapitalkosten gewinnen forderungsbesicherte und stärker kapitalstrukturgetriebene Finanzierungen an Bedeutung. Für entsprechend komplexere Transaktionsstrukturen will Luxemburg das Verbriefungsrahmenwerk und damit seinen Finanzplatz weiter modernisieren.

Luxemburg schreitet bei Verbriefungen mit großen Schritten voran

Am 8. Juni 2026 wurde der Gesetzentwurf No. 8761 beim luxemburgischen Parlament eingereicht, um das geltende Verbriefungsgesetz aus dem Jahr 2004 nach 2022 erneut zu überarbeiten. Der Gesetzentwurf zielt auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung des luxemburgischen Verbriefungsrahmenwerks ab. Er soll das rechtliche Rahmenwerk an die aktuelle Marktpraxis anpassen und Flexibilität sowie Rechtssicherheit bei der Strukturierung von Verbriefungstransaktionen erhöhen.

Wesentliche Aspekte des Gesetzesentwurfs

Der Entwurf betrifft vor allem:

Fazit

Der Entwurf ist eine gezielte Modernisierung des luxemburgischen Verbriefungsrahmenwerks, keine grundlegende Neugestaltung. Die Änderungen bieten mehr Flexibilität und Rechtssicherheit und könnten die Nutzung luxemburgischer Verbriefungsgesellschaften in komplexen Finanzierungsstrukturen erleichtern. Wo Brüssel bei der Modernisierung des europäischen Verbriefungsrahmenwerk in kleinen Schritten vorankommt, zieht Luxemburg offensichtlich davon.

Zum Gesetzesentwurf No. 8761 (nur in französischer Sprache)

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