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RTS zur Homogenität – EBA veröffentlich Final Draft

15.02.2023
RTS zur Homogenität

RTS zur Homogenität

Am 14. Februar 2023 hat die EBA den Final Draft zum neuen RTS zur Homogenität von STS-Verbriefungen veröffentlicht. Die TSI hatte sich im Herbst 2022 an der Konsultation zum Entwurf des RTS beteiligt (siehe TSI kompakt Artikel vom 1. November 2022). Größte Kritikpunkte am Entwurf der EBA waren die vorgeschlagene Unterscheidung beim Homogenitätsfaktor “type of obligor” für Unternehmenskredite bei Mio. EUR 500 Jahresumsatz sowie die fehlende Grandfathering-Regelung für synthetische Transaktionen.

EBA greift Kritikpunkte aus dem Markt im Final Draft auf

Diese Kritik, die neben der TSI auch weitere Branchenverbände und Marktteilnehmer einstimmig geäußert hatten, wurde nun von der EBA im Final Draft aufgegriffen. Dabei gibt es folgende wesentliche Änderungen im Vergleich zur Konsultation:

Einschätzung zum Final Draft RTS zur Homogenität

Die EBA schafft mit dem RTS eine einheitliche Gesetzesgrundlage für alle Arten von Transaktionen unter der Verbriefungsverordnung. Mit den oben beschriebenen Änderungen reagiert die EBA weiterhin auf die Hauptkritikpunkte aus dem Markt, was sehr zu begrüßen ist. Eine nicht vorhandene Grandfathering-Regelung für synthetische Verbriefung hätte einigen Bestandstransaktionen den STS-Status gekostet. Die Umsatzgrenze von Mio. EUR 500 hätte zudem die Verbriefung von Corporate Portfolien erheblich erschwert.

Weniger erfreulich ist der Umstand, dass es weiterhin nicht möglich ist, Unternehmenskredite aus den Segmenten SME und Large Corporates aus mehreren Jurisdiktionen, wie es bei synthetischen Verbriefungen durchaus üblich ist, STS-fähig zu verbriefen, wenn es keine einheitlichen, internen (Rating-)Verfahren für die verschiedenen Corporate Segmente gibt.

Unter dem Strich führt der RTS somit nur eine Ergänzung des Homogenitätsfaktors „Type of Obligor“ für die Asset-Klassen „Auto Loans and Leases“ sowie „Credit Card Receivables“ ein. Hier können zukünftig Klein-Unternehmen, für die Originatoren die gleiche Bonitätsverfahren wie für Privatpersonen anwenden, mit diesen in einem homogenen Pool zusammengefasst werden. Diese Anpassung des RTS hat erwartungsgemäß jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Praxis, da für die betroffenen Asset-Klassen üblicherweise der Homogenitätsfaktor „Jurisdiction“ angewendet wird.

Nächste Schritte

Der Final Draft wird nun der EU-Kommission zur Bestätigung vorgelegt. Anschließend wird er von EU-Parlament und Rat geprüft, bevor er im „Offiziellen Journal“ (EU-Journal) der Europäischen Union veröffentlicht wird. Der RTS tritt 20 Tage nach Veröffentlichung im EU-Journal in Kraft.

Zum Final Draft RTS zur Homogenität

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