
Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat heute einen Bericht über synthetische Bilanzverbriefungen veröffentlicht, oft auch bezeichnet als Signifikante Risikotransfer (SRT-)Transaktionen. Ein SRT ist nötig, um eine Kapitalentlastung bei der verbrieften Position zu erreichen. Dies ist auch bei True Sale Strukturen möglich, wird jedoch überwiegend bei synthetischen Verbriefungen umgesetzt. Die wirtschaftliche Bedeutung der SRT-Märkte hat in den letzten zehn Jahren rapide zugenommen. Sie sind zu einer wichtigen Quelle für Kapitalentlastung bei Unternehmenskreditrisiken geworden.
Der vorliegende Bericht konzentriert sich auf synthetische Risikotransfers, die in Europa über 90 % aller SRT-Transaktionen ausmachen dürften. Der 30 Seiten umfassende Bericht untersucht insbesondere
- die Bandbreite synthetischer SRT-Strukturen und die damit verbundenen Risiken;
- den Markt für synthetische SRTs, einschließlich einer Analyse der Marktgröße, der Marktteilnehmer und der Trends; und
- die Ansätze der Aufsichtsbehörden in verschiedenen Rechtsordnungen in Bezug auf synthetische SRTs.
Der Bericht zeigt auf, dass von den untersuchten Banken in der EU, UK und der Schweiz durchschnittlich 12 % der Firmenkredite synthetisch verbrieft werden, und die Reduktion der CET1-Kapitalquote bei 0,47 %-Punkten liegt.
Auf der Investorenseite sind unterschiedliche Arten von öffentlichen Förderinstituten, Pensionsfonds und vor allem spezialisierten Kreditfonds aktiv. Ob und in welchem Umfang wiederum Banken in der Finanzierung von SRT-Kreditfonds aktiv sind, ist nach Aussage der BCBS mangels Daten nicht zu ermitteln und bleibt zurecht ein Schwerpunkt für weitere Analysen.
Hier geht es zu dem sehr lesenswerten Bericht des BCBS