
Am 12. Dezember 2025 legte der Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Ralf Seekatz, einen Entwurf zur Reform der Verbriefungsverordnung (SECR) und der CRR vor (siehe TSI kompakt vom 12. Dezember). Bis zum 27. Januar 2026 reichten Abgeordnete rund 500 Änderungsanträge ein. Das Bild erscheint recht heterogen, die parteipolitischen Positionen fallen unterschiedlich aus: Konservative und Liberale unterstützen den Entwurf offensichtlich weitgehend; Sozialdemokraten und Grüne hegen augenscheinlich eher grundsätzliche Vorbehalte gegen Verbriefungen und somit gegen eine effizientere Regulierung.
Nächste Schritte
Die nächste Herausforderung für den Berichterstatter besteht nun darin, die Änderungsanträge zu konsolidieren und eine mehrheitsfähige Kompromisslösung zu finden. Diese scheint in der demokratischen Mitte des Europäischen Parlaments durchaus möglich. Wichtig dabei ist, die zentralen Forderungen aus der Industrie zu beachten, welche die TSI in enger Zusammenarbeit mit dem BdB im letzten halben Jahr wiederholt in Brüssel und Berlin platziert hat (siehe TSI kompakt vom 13. Oktober 2025).
Zeitplan für die Verhandlungen
Der ECON-Ausschuss des Parlaments verhandelt nach unserer Kenntnis in den kommenden Wochen zuerst die SECR-Teile, dann die relevanten CRR-Regeln. Ein finaler Bericht wird voraussichtlich im Mai 2026 vorliegen. Die Trilogverhandlungen mit Rat und Kommission starten im Anschluss, vermutlich zu Beginn des zweiten Halbjahrs. Auf dem Weg dorthin ist den Industrieanliegen weiterhin Nachdruck zu verleihen.
Quelle (Teilveröffentlichungen):
www.europarl.europa.eu/committees/en/econ/documents/latest-documents